Amely Rechberg

Ukraine: Wirtschaft und Überleben in Kriegszeiten

Die Ukraine ist nicht nur eines der größten Länder Europas, sondern übernimmt auch eine Schlüsselstellung in der Weltwirtschaft ein. Das Land gehört zu den bedeutendsten Lieferanten von Lebensmitteln auf dem Weltmarkt. Dieser ist durch den schrecklichen Angriffskrieg massiv bedroht. Für die Ukraine machen Landwirtschaft und Lebensmittel den größten Anteil der Gesamtexporte – etwa 41 % pro Jahr – aus. Durch den Krieg stehen die Lebensmittelunternehmen in der Ukraine jedoch vor vielen Herausforderungen. Unternehmen haben mit einem Arbeitskräftemangel zu kämpfen, da viele Arbeitnehmer zur Verteidigung des Landes abgewandert sind. Außerdem sind viele der Verbliebenen täglich Gefahren ausgesetzt, da sie unter ständigem Beschuss weiterarbeiten oder Produkte transportieren müssen. Von zahlreichen Unternehmen wurden Fabriken und Lagerhäuser zerstört. Einige Unternehmen versuchen, ihre Betriebe zu verlagern, was jedoch nicht immer möglich ist. Des Weiteren ist die Logistik massiv von dem Krieg betroffen. Straßen, Brücken und sonstige für die Logistik wichtige Infrastrukturen sind vom Krieg beschädigt oder komplett zerstört. Die Ukraine verteidigt sich gegen Russland, während die Unternehmen alles tun, um die Verteidiger und Verteidigerinnen zu versorgen.

Sven Hilgers

Kein Strategiewechsel in China

Die Entscheidung der, von China dominierten, Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) sich aus dem Russlandgeschäft zurückzuziehen, hat am Wochenende Erwartungen geweckt, dass China eine kritischere Haltung gegenüber dem Vorgehen des Putin Regimes einnimmt. Doch die Hoffnung währte nicht lange. Denn die AIIB Entscheidung ist nur ein kleiner Lichtblick, in der sonst Putin-zugeneigten Welt der chinesischen Staatsführung.

Sven Hilgers

Ein Ausschluss Russlands aus der WTO möglich?

Als Reaktion auf Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine wird auch der Ausschluss Russlands aus der Welthandelsorganisation (WTO) diskutiert. Das könnte die russische Wirtschaft erneut hart treffen. Doch der Weg dahin ist kompliziert und es gibt Alternativen, um den Druck auf Moskau zu erhöhen.

Sven Hilgers

Putins Rechenfehler: Finanzkrise in Russland

Nach Putins Überfall auf die Ukraine und den Finanzsanktionen der EU und den Vereinigten Staaten wird die russische Wirtschaft von einer Finanzkrise getroffen, die viele Beobachter an das Ende der 1990er Jahre erinnert. Finanzielle Einbußen infolge des Angriffskrieges galten als von Putin eingepreist. Bereits kurz nach Kriegsbeginn musste die russische Zentralbank zusätzliche Liquidität bereitstellen, um einen Kollaps des Bankensystems abzuwenden. Doch auf die koordinierten Sanktionen zwischen den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, dem Vereinigten Königreich und der EU war Putin nicht vorbereitet. In weniger als 48 Stunden nach Ankündigung der Maßnahmen musste die russische Zentralbank in einem historischen Schritt die Leitzinsen von 9 Prozent auf 20 Prozent erhöhen und verschlimmert die Finanzierungsbedingungen für russische Unternehmen und Banken. Vor einem Jahr hatte der Leitzins noch bei 4,5 Prozent gelegen. Der Rubel hat zwischenzeitlich über 30 Prozent an Wert verloren und damit einen ähnlichen Verlust wie zurzeit während der verheerenden Rubelkrise 1998/99. An der Moskauer Börse bleibt der Handel am Montag und am Dienstag komplett ausgesetzt, während die Bevölkerung versucht von den Bankautomaten noch möglichst viel Geld abzuheben. Selbst ein größerer Bankenansturm ist nicht ausgeschlossen. Es ist davon auszugehen, dass es turbulent wird, sobald der Handel an der Moskauer Börse wiederaufgenommen wird. Die russische Wirtschaft ist in einer …

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