Amely Rechberg

Symbolträchtiges Treffen in Teheran

Im Schatten des russischen Krieges gegen die Ukraine haben sich am 19. Juli die Präsidenten Irans, Russlands und der Türkei in Teheran zu Gesprächen getroffen. Sie diskutierten sowohl die kriegsbedingt veränderte Kräftelage in Europa und im Nahen Osten, sowie die Lage in Syrien, den Getreidekorridor aus der Ukraine, Wirtschafts- und Energiekooperationen. Das dies ein weiteres Zeichen der sich vertiefenden Klufft zwischen dem Westen und Russland.

Maximilian Luz Reinhardt

Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die ukrainische Viehzucht

Vor Beginn des russischen Angriffskrieges hielten ukrainische Landwirte über 1,6 Millionen Rinder. Allein in den ersten drei Kriegsmonaten haben die ukrainischen Milchbetriebe mindestens 50.000 Rinder verloren. Der Wert der bislang verendeten Nutztiere wird auf über 136 Millionen US-Dollar geschätzt. Im schlimmsten Fall, schätzen Experten, könnten bis zum Jahresende mehr als 100.000 Tiere dem Krieg zum Opfer fallen. Das ist abhängig von der Lage an der Front und den Fortschritten bei der Befreiung besetzter ukrainischer Gebiete. Doch ein Ende des Herdensterbens ist noch nicht in Sicht. Was aber treibt das Viehsterben?

Fiona Lüling

Millionen Binnenvertriebene: Wie die Ukraine den durch die russische Aggression ausgelösten humanitären Herausforderungen begegnet

Am 24. Februar 2022 begann der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Millionen von Menschen waren gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen. Auf der Flucht vor den Kämpfen oder aus Angst, dass sie von russischen Soldaten besetzt und gefoltert, misshandelt und ermordet werden könnten, sind die Flüchtlinge angewiesen auf die Hilfe ihrer Regierung. Nach Schätzungen internationaler Organisationen und ukrainischer Behörden waren im Mai 2022 etwa 7 bis 8 Millionen Ukrainer Binnenflüchtlinge. Diese Analyse zeigt, wie die ukrainische Regierung reagiert hat.

Amely Rechberg

Kriegsverbrechen in der Ukraine – die Opfer von Putins Krieg

Je länger der russische Krieg in der Ukraine andauert, umso mehr Kriegsverbrechen werden bekannt. Was seit vier Monaten in der Ukraine passiert, ist eine Orgie entgrenzter Gewalt. Die Bilder von Butscha gingen um die Welt und stehen doch nur stellvertretend für die vielen Gräueltaten, die seit dem Überfall Russlands zu verzeichnen sind. Die Folgen dieses Krieges sind gravierend. Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind auf der Flucht, Städte und Landstriche wurden zerbombt und sind auf Jahre unbewohnbar. Im Webtalk am 30.06. 2022 wird der bekannte Kremlkritiker Michail Borissowitsch Chodorkowski Einblicke in das System Putin geben. Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat zusammen mit Gerhart Baum, Bundesinnenminister a.D., Strafanzeige gegen Putin und weitere Verantwortliche beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe gestellt.

Die Weizenkrise: Politische und soziale Folgen der Nahrungsmittelknappheit

Achtundzwanzig Prozent des weltweiten Weizenexports gingen im vergangenen Jahr auf das Konto der Ukraine und Russland. Seit Russland am 24. Februar seinen Krieg gegen die Ukraine führt, gelangt der in der Ukraine angebaute Weizen nicht mehr in die Empfängerländer. Durch das geringere Angebot steigen die Preise um geschätzte 40 Prozent. Hinzu kommt, dass die Landwirtschaft in vielen Ländern sehr stark von Düngemittelimporten aus Russland abhängig ist, die derzeit deutlich erschwert sind. Der globale Preisanstieg für Energierohstoffe und eine Vielzahl von Lebensmitteln verschärft die Probleme weiter. Die politischen und sozialen Folgen für die betroffenen Länder sind erheblich, denn kurzfristig können die anderen Erzeugerländer den Bedarf nicht ausgleichen. Hinzu kommen Dürre, Missernten und schlechte Regierungsführung. Unsere Übersicht bietet Momentaufnahmen und Handlungsmuster aus 12 Projektländern.

Beate Apelt

Lawrow in Ankara – kein Durchbruch zum Getreidekorridor

In mehreren Ländern Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens werden Brot und Weizen bereits knapp und auch die Ukraine selbst ist dringend auf die Einnahmen aus dem Getreideexport angewiesen. In Ankara erklärt Russlands Außenminister Lawrow grundsätzliche Bereitschaft für einen möglichen "Getreidekorridor". Darüber könnte Weizen aus der Ukraine auf den Weltmarkt verschifft werden. Kiew bleibt skeptisch.

Fiona Lüling

100 Tage Krieg in Europa

Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents: An diesem Tag begann der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine und brachte Zerstörung, Leid und Tod in unsere unmittelbare europäische Nachbarschaft. Seitdem dauern die Kampfhandlungen seit 100 Tagen mit zunehmender Zerstörung und Heftigkeit an.

Anna-Lena Truempelmann

Ukraine-Krise: Bewertung der Reaktionen Südasiens

Während Russland in die Ukraine einmarschiert, hat Südasien in besonderer Weise auf diese Krise reagiert. Obwohl viel über die Realpolitik Indiens und Pakistans diskutiert wurde, wurden die Reaktionen der anderen südasiatischen Staaten weniger analysiert. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Südasien lädt am 31. Mai um 12 Uhr zum diesjährigen Web-Talk zum Thema „Ukraine-Krise: Bewertung der Reaktionen Südasiens“ ein.

Krieg in Europa: Die Parade des 9. Mai in Moskau

Mit der jährlichen Siegesparade von Moskau unterstrich die Sowjetunion und später Russland den Anspruch eine befreierische Kraft der Geschichte zu sein. Mit dieser Botschaft wurde auch Außenpolitik betrieben und der Beitrag und auch das Leid anderer osteuropäischer Staaten in den Hintergrund gedrängt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion erlebte die "Siegesparade des 9. Mai" in den Putinjahren parallel zur Militarisierung der Gesellschaft eine Wiederbelebung. Die diesjährige Parade findet aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine in Kriegszeiten statt und trifft auf ein immer stärker gleichgeschaltetes Russland. Beobachter befürchten, dass Putin den 9. Mai für eine weitere Eskalation des bislang für ihn ungünstig verlaufenden Krieges nutzen und die russische Gesellschaft weiter auf seinen aggressiven und imperialistischen Kurs einschwören wird.

Ist der Dritte Weltkrieg noch zu stoppen?

Für Dr. Solomon Passy, der von 2001 bis 2005 Außenminister Bulgariens war, steht fest, dass Putin die ganze Ukraine will, und zwar für den Rest seiner Regierungszeit. Die De-facto-Neutralität des Westens in den Jahren 2008 und 2014 gegenüber den russischen Aggressionen gegen Georgien, die Krim, Donezk und Luhansk waren es, die den Appetit des Kremls auf eine Fortsetzung dieses "Drangs nach Westen" anheizten. Der Westen hat einen schweren Fehler begangen, indem er die Ukraine und Georgien nicht sofort nach der Big Bang-Erweiterung von 2004 in die NATO aufgenommen haben. Auch haben sich die demokratischen Staaten nie die Frage gestellt: "Wer waren die europäischen Führer, die eine solche Fehleinschätzung gemacht haben, warum und wie man sie in Zukunft nicht wiederholen kann?"

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