Testament of Bucha: Kriegsverbrechen sichtbar machen

Drei Frauen und ein 14-jähriges Mädchen wollten in diesem VW-Bus aus der Ukraine, aus Butcha fliehen – während der Fahrt wurden sie von einer russischen Panzerrakete getroffen und der Bus wurde vollkommen zerstört – alle Insassen kamen dabei ums Leben. Dank privater Initiative des Berliner Rechtsanwalts Ulrich Schellenberg konnte das Wrack nach Berlin transportiert werden – hier macht er auf die schrecklichen Kriegsverbrechen aufmerksam.

Oberleutnant Julia Mykytenko: „Jetzt weigert man sich nicht mehr, unter meinem Kommando zu stehen, nur weil ich eine Frau bin“

Julia Mykytenko trat 2016 zusammen mit ihrem Ehemann in den Dienst der ukrainischen Streitkräfte ein. Von einer „Frauen“-Arbeit im Stab gelang es ihr, auf die Nationale Petro-Sahajdatschnyj-Akademie des Heeres zu gehen und als Kampfoffizierin an die Front zurückzukehren. Nach dem Tod ihres Mannes im Februar 2018 arbeitete sie am Kiewer Militärlyzeum. Im Sonderprojekt „Die Unbeugsamen“ spricht Mykytenko darüber, wie sich die ukrainische Armee veränderte und wie wichtig es ist, an seinem eigenen Platz zu sein.

Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas?

Der Krieg in der Ukraine fordert Politik und Gesellschaft auf, die nationale, europäische und die transatlantische Außen- und Sicherheitspolitik neu zu überdenken und zu bauen. Wie kann die Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas konkret aussehen? Muss sich der Westen neu erfinden? Über diese und weitere Fragen diskutiert die Friedrich-Naumann-Stiftung morgen zusammen mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Matthias Hartwig in der Veranstaltung „Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas?“.

Bildung gegen den Krieg

Jewhenija Tatarowa, die Direktorin des Kiewer Büros der Weiterbildungsschule für Englischlehrer, wurde zu Beginn des Krieges zum zweiten Mal zur Vertriebenen. Um unseren Sieg näher zu bringen, hielt sie ein mehrstündiges Seminar mit Englischlehrern ab, das 4.000 US-Dollar einbrachte. Die gesammelten Spenden übergab sie an die Serhij Prytula Stiftung für das ukrainische Militär. Im Projekt „Die Unbeugsamen“ erzählt Jewhenija Tatarowa darüber, wie man während des Krieges neue Bedeutungen findet und wie die englische Sprache der Armee hilft.

Ola Rondiak: „Heute gewinnt die Ukraine ihre Identität zurück“

Ola Rondiak, eine amerikanische Künstlerin ukrainischer Herkunft, ist im Exil geboren und aufgewachsen, beschloss aber in die unabhängige Ukraine zurückzukehren. Die Künstlerin sieht, wie die Ukrainer heute ihre Identität empfinden und wieder für sie kämpfen. Wie Ola den Ausbruch des Krieges überlebte, wo sie ihre Kräfte für den Kampf und für ihre Kunst zur Unterstützung der Armee schöpft, erzählte sie in einem Interview. Dieser Artikel wurde im Rahmen des speziellen Autorenprojektes "Die Unbeugsamen" in Kooperation mit WoMo veröffentlicht.

Fiona Lüling

Schule im Kriegsalltag

„Ich war so in den Unterricht vertieft, dass ich den Alarm nicht hörte,“ – schrieb mir Lidia Nasonova am 1. März. Zu dieser Zeit befand sie sich in Charkiw, das von russischen Truppen heftig beschossen wurde. Während draußen alles explodierte und zusammenbrach, hielt Lydia ihre pädagogische „Front“ – sie brachte Kindern bei, Figuren zu erfinden und Geschichten zu schreiben. Wie ist die Situation an ukrainischen Schulen?

Fiona Lüling

Georgiens Regierung scheitert an der historischen EU-Bewerbung des Landes

Der Europäische Rat hat heute die lang erwarteten Schlussfolgerungen zur EU-Beitrittskandidatur der Ukraine, der Republik Moldau und Georgiens bekannt gegeben. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die Gewährung des Kandidatenstatus für die Ukraine und Moldawien, beschränkte Georgien jedoch auf die europäische Perspektive, mit der Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft, sobald alle festgelegten Prioritäten erfüllt sind.

Beate Apelt

Lawrow in Ankara – kein Durchbruch zum Getreidekorridor

In mehreren Ländern Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens werden Brot und Weizen bereits knapp und auch die Ukraine selbst ist dringend auf die Einnahmen aus dem Getreideexport angewiesen. In Ankara erklärt Russlands Außenminister Lawrow grundsätzliche Bereitschaft für einen möglichen "Getreidekorridor". Darüber könnte Weizen aus der Ukraine auf den Weltmarkt verschifft werden. Kiew bleibt skeptisch.

Fiona Lüling

100 Tage Krieg in Europa

Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents: An diesem Tag begann der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine und brachte Zerstörung, Leid und Tod in unsere unmittelbare europäische Nachbarschaft. Seitdem dauern die Kampfhandlungen seit 100 Tagen mit zunehmender Zerstörung und Heftigkeit an.

Fiona Lüling

100 Tage Krieg: Schweigemarsch in Solidarität mit der Ukraine

Als Zeichen der Solidarität hat die Friedrich-Naumann-Stiftung am 2. Juni am Vortag des 100. Kriegstages zu einem Schweigemarsch eingeladen, mit dem wir unsere Solidarität mit der Ukraine und den Opfern des Kriegs ausdrücken.

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