Krieg in der Ukraine: China und das russische Narrativ

Die russische Regierung dementiert, für die Verbrechen in Butcha verantwortlich zu sein und verbreitet weiterhin Desinformation über den Krieg in der Ukraine über die Staatsmedien. Pekings UN-Botschafter Zhang Jun hatte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Berichte als „zutiefst beunruhigend“ genannt. Noch im Gespräch mit Joe Biden hatte Xi Jingping sich geäußert, dass die Krise in der Ukraine etwas sei, „das wir nicht sehen wollen“. Dennoch: Auch wenn sich Pekings Regierung nach außen als neutrale Partei darstellt, die sich gegen eine Ausweitung des Konflikts ausspricht, verbreitet China das russische Narrativ. Der staatliche Sender CCTV übernahm zunächst Russlands Behauptungen, dass es sich um Inszenierungen der Ukrainer handele, obwohl Satellitenbilder dagegensprechen. Auf Phoenix TV äußerte sich ein chinesischer Militärkommentator. Der Krieg sei die Schuld der USA, der NATO und der Ukraine. Diese Inhalte werden auch in den sozialen Medien verbreitet. Wie lange wird China angesichts der verschärften Situation in der Ukraine die Beobachterposition beibehalten? Mittlerweile verurteilt auch Indien die Gräueltaten in Butcha. China verfolgt eine zweischneidige Taktik. Am Ende wird es auch darum gehen, dass China nicht sein Gesicht verliert und auf der Seite des Verlierers steht.

Xi Jinping und Wladimir Putin im Februar 2022 im Kreml
© picture alliance/dpa/Russian President Press Office | Alexei Druzhinin

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