Nahrungsmittelindustrie der Ukraine: Eine Lebensader unter Druck

Die ukrainische Wirtschaft leidet schwer unter dem russischen Angriffskrieg. Das ist auch nicht weiter verwunderlich – denn seit über zweihundert Tagen wütet der Krieg und vernichtet damit auch die Lebensgrundlage der Ukrainerinnen und Ukrainer. Über das gesamte Ausmaß der materiellen und wirtschaftlichen Schäden kann man bislang nur Vermutungen anstellen. Eine erste Einschätzung ermöglicht nun eine Umfrage des ukrainischen Wirtschaftsverbandes European Business Association.

Testament of Bucha: Kriegsverbrechen sichtbar machen

Drei Frauen und ein 14-jähriges Mädchen wollten in diesem VW-Bus aus der Ukraine, aus Butcha fliehen – während der Fahrt wurden sie von einer russischen Panzerrakete getroffen und der Bus wurde vollkommen zerstört – alle Insassen kamen dabei ums Leben. Dank privater Initiative des Berliner Rechtsanwalts Ulrich Schellenberg konnte das Wrack nach Berlin transportiert werden – hier macht er auf die schrecklichen Kriegsverbrechen aufmerksam.

Maximilian Luz Reinhardt

Russlands Ressourcenproblem: Die Revolution frisst ihre Kinder

Russlands Außenhandel war von Rohstoffexporten dominiert. Die Erlöse dieser Geschäfte flossen hauptsächlich in die Hände der Oligarchen und der Günstlinge des Kremls. Nun könnte der sogenannte Ressourcenfluch aber zum Kollaps des wirtschaftlichen Systems führen – und damit auch zum Ende der Kreml-Elite. Das bislang von Geld und Vetternwirtschaft zusammengehaltene politische Banditensystem Russlands zeigt zunehmend Risse.

Oberleutnant Julia Mykytenko: „Jetzt weigert man sich nicht mehr, unter meinem Kommando zu stehen, nur weil ich eine Frau bin“

Julia Mykytenko trat 2016 zusammen mit ihrem Ehemann in den Dienst der ukrainischen Streitkräfte ein. Von einer „Frauen“-Arbeit im Stab gelang es ihr, auf die Nationale Petro-Sahajdatschnyj-Akademie des Heeres zu gehen und als Kampfoffizierin an die Front zurückzukehren. Nach dem Tod ihres Mannes im Februar 2018 arbeitete sie am Kiewer Militärlyzeum. Im Sonderprojekt „Die Unbeugsamen“ spricht Mykytenko darüber, wie sich die ukrainische Armee veränderte und wie wichtig es ist, an seinem eigenen Platz zu sein.

Eva Cheung

Krieg in Europa: Veranstaltungen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Informieren Sie sich über die aktuelle Situation in der Ukraine und deren Auswirkungen auf Deutschland und die Welt. Aus aktuellem Anlass führt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit eine Veranstaltungsreihe zum Krieg in Europa durch. Hier finden Sie eine Übersicht der Termine.

Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas?

Der Krieg in der Ukraine fordert Politik und Gesellschaft auf, die nationale, europäische und die transatlantische Außen- und Sicherheitspolitik neu zu überdenken und zu bauen. Wie kann die Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas konkret aussehen? Muss sich der Westen neu erfinden? Über diese und weitere Fragen diskutiert die Friedrich-Naumann-Stiftung morgen zusammen mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Matthias Hartwig in der Veranstaltung „Zeitenwende in der Sicherheitsarchitektur Europas?“.

Bildung gegen den Krieg

Jewhenija Tatarowa, die Direktorin des Kiewer Büros der Weiterbildungsschule für Englischlehrer, wurde zu Beginn des Krieges zum zweiten Mal zur Vertriebenen. Um unseren Sieg näher zu bringen, hielt sie ein mehrstündiges Seminar mit Englischlehrern ab, das 4.000 US-Dollar einbrachte. Die gesammelten Spenden übergab sie an die Serhij Prytula Stiftung für das ukrainische Militär. Im Projekt „Die Unbeugsamen“ erzählt Jewhenija Tatarowa darüber, wie man während des Krieges neue Bedeutungen findet und wie die englische Sprache der Armee hilft.

Stephan Bierling

"Die Sicherheitspolitik der EU ist ein einziges Defizit"

Der Krieg in der Ukraine hat empfindliche Defizite in der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik aufgedeckt. Doch das westliche Bündnis will sich zu einem stärkeren sicherheitspolitischen Akteur entwickeln. Welche Hindernisse müssen die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf institutioneller und struktureller Ebene überwinden, um diese Defizite zu beheben? Eine kurze Einschätzung über diese Frage gibt Prof. Dr. Stephan Bierling.

„Der Krieg ist ein weiterer Fall, der gewonnen werden muss“

Inga Kordynowska ist Inhaberin einer Anwaltskanzlei, die trotz der drohenden Besetzung von Odessa zu Beginn des Krieges in der Stadt blieb und das humanitäre Freiwilligenzentrum von Odessa sowie zwei weitere Projekte zur Unterstützung von Vertriebenen, insbesondere Müttern gründete. Im Sonderprojekt „Die Unbeugsamen“ erzählt sie, wie ihr die Rechtspraxis während des Krieges half und warum humanitäre Hilfe nicht ihr Hauptziel ist, um Kriegsopfern zu helfen.

Ola Rondiak: „Heute gewinnt die Ukraine ihre Identität zurück“

Ola Rondiak, eine amerikanische Künstlerin ukrainischer Herkunft, ist im Exil geboren und aufgewachsen, beschloss aber in die unabhängige Ukraine zurückzukehren. Die Künstlerin sieht, wie die Ukrainer heute ihre Identität empfinden und wieder für sie kämpfen. Wie Ola den Ausbruch des Krieges überlebte, wo sie ihre Kräfte für den Kampf und für ihre Kunst zur Unterstützung der Armee schöpft, erzählte sie in einem Interview. Dieser Artikel wurde im Rahmen des speziellen Autorenprojektes "Die Unbeugsamen" in Kooperation mit WoMo veröffentlicht.

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